Wolferszell. Modernste Maschinen verarbeiten rund um die Uhr in der Dorfner-Mühle in Wolferszell das Getreide. MdB Nicole Bauer, Bezirkstagskandidatin Monika Rauschendorfer, Landtagslistenkandidat Ernst Binner, Firmenchefin Susanne Dorfner, Landtagskandidatin Josefa Schmid und Liberale Frauen-Bezirksvorsitzende Alexandra Straßberger (von links).

Auf Vermittlung von Landtagskandidatin Josefa Schmid hat die Landshuter FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, die auch Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages ist, die Dorfner-Mühle in Wolferszell in der Gemeinde Steinach besucht.

Nur noch die Schmalhofer-Mühle in Atting gibt es neben der Dorfner-Mühle, die 1376 erstmals urkundlich erwähnt ist, im Landkreis Straubing-Bogen, berichtete Susanne Dorfner, die von ihrem Vater Mitte dieses Jahres den Familienbetrieb in vierter Generation übernommen hat. Die junge Chefin von rund 25 Mitarbeitern informierte Nicole Bauer von einem harten Verdrängungswettbewerb im Müllerhandwerk und berichtete auch von bürokratischen Hürden und hohen Anforderungen bei Zertifizierungen. Die Zertifizierung, beispielsweise für GQ Bayern (Geprüfte Qualität Bayern), sei aber sinnvoll und eine zukunftsfähige Investition, wonach der gesamte Kreislauf vom gewachsenen Getreide beim Bauern über das gemahlene Mehl beim Müller bis zum gebackenen Lebensmittelprodukt beim Bäcker in Bayern bleibe. Susanne Dorfner zeigte in ihrem Betrieb anschaulich die verschiedenen Arbeitsprozesse von der Annahme, der Getreidelagerung, Reinigung, der Getreidebenetzung bis zur Vermahlung auf. In der Mühle staube auch nichts, denn modernste Maschinen übernehmen die Verarbeitung des Getreides. Auch ein Mühlenladen gehört mittlerweile zum Betrieb. Dass in der Mühle keine Abfallprodukte entstehen, da das Mehl vollständig zum Bäcker und die Schale und Kleie ins Kraftfutterwerk kommen, freute die Liberalen.

MdB Nicole Bauer verkündete, dass ihre Fraktion im Bundestag einen Antrag vorbereite, wie die gigantische Lebensmittelverschwendung in Deutschland eingedämmt werden kann. Alleine 88 Kilo Lebensmittel landen pro Person und Jahr in der Republik auf dem Müll. Nicole Bauer ließ sich auch die bürokratischen Hürden im Lebensmittel- und Futtermittelbereich erklären und nahm auch hier nach Berlin mit, für Verbesserungen zu sorgen.

(Quelle: Josefa Schmid, 10.10.2018)