Auf Vermittlung von FDP-Landtagsdirektkandidatin Josefa Schmid hat die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Bauer aus Landshut, eine Gesprächsrunde zum Thema „Straubinger Frauenhaus“ besucht. Dabei waren auch Brigitte Messerschmitt, Vorsitzende des Trägervereins Haus für das Leben, die Kuratoriumsvorsitzende der zugehörigen Stiftung, Dr. Regine Langer-Huber, die auch CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat ist, und Grünen-Landtagskandidatin Feride Niedermeier und FDP-Kreisrätin Monika Rauschendorfer.

Nicole Bauer, die auch ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestags ist, erinnerte daran, dass seit Inkrafttreten der Istanbul-Konvention vom 01. August 2014 durch das Völkerrecht eine verbindliche Rechtsnorm gegen Gewalt an Frauen geschaffen wurde. Alle an der Gesprächsrunde beteiligten Frauen waren sich einig, dass flächendeckend alle Frauenhäuser unter akuter Platznot leiden und stark unterfinanziert sind. Die FDP-Bundestagsabgeordnete will nun auf Bundesebene das Problembewusstsein schärfen.

Häufig wird die Finanzierung von Frauenhäusern größtenteils von den Kommunen und durch Spenden getragen. Nur gelegentlich fließen Gelder des Landes und aktuell gibt es nur wenig bis keinerlei Unterstützung des Bundes. „Wir brauchen endlich ein schlüssiges Konzept auf allen politischen Ebenen, ausreichend Plätze und eine Finanzierung, die von Bundes- und Landesebene sowie Kommunen gleichermaßen verbindlich geregelt getragen wird“, betonte Nicole Bauer.

Die Landtagskandidatinnen Feride Niedermeier und Josefa Schmid wünschen sich grundsätzlich mehr bezahlbaren Wohnraum der helfe, die Aufenthaltsdauer im Frauenhaus zu reduzieren. Alexandra Straßberger, Bezirksvorsitzende der Liberalen Frauen Niederbayern, bedauerte, dass der Personalschlüssel für Frauenhäuser seit 25 Jahren unverändert geblieben sei.

Dr. Regine Langer-Huber und Brigitte Messerschmitt betonten auch die Bedeutung von Präventionsarbeit, die aufgrund der hohen Auslastung zu kurz komme.

(Quelle: Josefa Schmid, 10.10.2018)