FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer besuchte kürzlich Teugns Bürgermeister, Manfred Jackermeier. Jackermeier berichtete, dass eine zweizügige Kinderkrippe aufgebaut werde. Viele junge Familien kämen in ihre Heimat zurück und wollten Plätze für ihre Kinder. Eine Schulverpflegung gäbe es noch nicht, dafür aber eine Mittags- und Nachmittagsbetreuung für Grundschüler. Bauer warf ein, dass es genügend Gelder für Verpflegung und Ausbau der Kitas gebe, diese aufgrund hoher bürokratischer Vorgaben kaum abgerufen werde. Manchen Kommunen seien die Bundesprogramme gar nicht bekannt, sodass die Fördertöpfe nicht angerührt würden. „Die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten werden von der Bundesregierung nur unzureichend kommuniziert“, kritisierte Bauer. Jackermeier gab zu bedenken, dass viele der Fördermittel – etwa zum Neubau einer Kita – zwar bei der Realisierung des Projektes helfen würden. Für sämtliche Folgekosten wie Betrieb und Unterhalt müssten die Kommunen jedoch alleine aufkommen. Bauer konstatierte, dass tatsächlich auch weiterhin Gelder nötig seien, beispielsweise um die Qualität in den Kitas zu halten sowie die Erzieher besser wertzuschätzen.

Worin Jackermeier ebenfalls Bedarf in Teugn sieht, ist das Thema rund um die Pflege: er wünscht sich ein Betreutes Wohnen für seine Gemeinde. „Wir haben sogar einen Investor“, verriet er, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass das Pflegegeschäft ökonomisch kaum interessant sei. Bauer teilte seine Auffassung und fügte hinzu, dass der Bund mit seiner Gesetzgebung massiv im Rückstand sei. Die Gesellschaft werde immer älter, dennoch würden weder beim Fachkräftemangel Lösungen präsentiert noch steuerliche Anrechnungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige geschaffen. „Diese Menschen schaffen, was der Staat nicht schafft. Sie sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft.“, war Bauer überzeugt. Daher sei es jetzt an der Zeit, den pflegenden Angehörigen etwas zurückzugeben.