Bad Abbach. FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer stattete der Marktgemeinde Bad Abbach einen Besuch ab und sprach mit stellvertretendem Bürgermeister Christian Hanika über die Herausforderungen der Kommune.

Hanika erzählte, dass einige Großinvestitionen anstünden, darunter die Kernsanierung der Mittelschule. Aufgrund der Hochkonjunktur in der Baubranche sind mit Kostensteigerungen zu rechnen. Bauer sprach ihr Unverständnis darüber aus, dass die Kostenvoranschläge sehr selten treffend seien, im  Gegenteil. Dies müsse plausibler und realitätsecht werden. Hanika warf ein, dass der gesamte Ausschreibungsprozess allein schon viel zu kompliziert sei und die Bürokratie in den letzten Jahren exponentiell zugenommen habe. Die Planungsbüros müssen bei den Kostenschätzungen auf Zahlen von vorangegangenen Jahren zurückgreifen.

Außerdem soll in Bad Abbach ein neues Ärztehaus entstehen. Hanika wünscht sich für Bad Abbach einen Kinderarzt, da der Bedarf im familienfreundlichen Bad Abbach sehr groß sei. Aufgrund der Zulassungssperren und der veralteten Daten, die die kassenärztliche Vereinigung als Grundlage für die Zulassung von Kinderärzten nimmt, könne sich in der Kommune aber aktuell keiner niederlassen. Dabei wäre es für die Gemeinde als Zuzugsort ein großer Gewinn, wenn die Eltern mit ihren Kindern nicht mehr nach Kelheim oder Regensburg fahren müssten. Bauer sprach sich dafür aus, die 1991 eingeführte Landärzte-Verordnung auf Landesebene abzuschaffen. Auch müsse man parteiübergreifend auf die kassenärztliche Vereinigung zugehen: „Auf dem Land brauchen wir eine flächendeckende Gesundheitsvorsorge. Dazu müssen wir den Ärztemangel bekämpfen. Andernfalls erreichen wir keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Stadt und Land!“