Die Landesgruppe Bayern hat Ende September den 9. Marsch der Verbundenheit veranstaltet. Die erste von insgesamt acht Etappen startete in Pocking und ging über Bad Füssing nach Rotthalmünster. Mehr als 100 Reservisten aus nah und fern marschierten mit.

Sie zeigten damit ihre Solidarität mit den Kameradinnen und Kameraden im Auslandseinsatz. Die Reservisten der Kreisgruppe Rottal-Inn haben den Marsch unter der Leitung ihres Vorsitzenden Stabsfeldwebel d.R. Alban Friedlmeier und der Federführung des Organisationsleiters der Kreisgruppe, Thomas Bader, organisiert. Unter den Teilnehmern waren unter anderem Hauptmann d.R. Fabian Forster, Vizepräsident für Betreuung und Fürsorge des Reservistenverbandes, der stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Bayern, Oberstleutnant d.R. Werner Gebhard, die stellvertretende Landrätin des Landkreises Passau, Gerlinde Kaupa, und Franz Krah, Bürgermeister der Stadt Pocking. Den Marsch der Verbundenheit hat Irmgard Röhle, damals Vizepräsidentin für Betreuung und Fürsorge des Reservistenverbandes, in der Landesgruppe Bayern initiiert. Die Reservisten setzen mit dem Marsch in der Heimat ein Zeichen der Solidarität für Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Daher führen die Teilnehmer bei jeder Etappe ein zwei Meter langes gelbes Band mit, das die Marschierer und Offizielle unterschreiben. Es wird am Ende einer Einheit übergeben, die in den Auslandseinsatz verlegt. Die Unterschriften drücken eine Anerkennung für die Soldatinnen und Soldaten aus, die täglich ihre Gesundheit oder gar Leben für die Allgemeinheit riskieren. Bürgermeister und Landrätin ließen sich die Gelbe Schleife anstecken und unterzeichneten auf dem Gelben Band. Beide erhielten zudem als Dank den Ehrenschild der Landesgruppe Bayern. Beim Start begleiteten die Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Formaldienst unter der Leitung von Stabsfeldwebel d.R. Uwe Hau und die Stadtkapelle Pocking die Marschgruppe. Als ortskundiger Leitender fungierte Hauptmann a. D. Christian Conrads. In Riedberg begrüßte der Bürgermeister Alois Brunndobler die Marschgruppe. Die vielen uniformierten Marschierer wurden zunächst mit Erstaunen aber durchaus positivem Interesse wahrgenommen. Oberstleutnant d.R. Gebhard erläuterte deshalb den interessierten Gästen noch einmal Sinn und Zweck der Veranstaltung. Auch die gelben Ansteckschleifen des Verbandes erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Reservisten sind sich sicher, dass sie mit dem Marsch der Verbundenheit etwas gegen das „freundlichen Desinteresse“ an der Bundeswehr unternommen haben. Stabsfeldwebel d.R. Alban Friedlmeier, Vorsitzender der Kreisgruppe Rottal-Inn nutzte die Pause außerdem zur Ehrung von verdienten Mitgliedern in der Öffentlichkeit. In  Rotthalmünster würdigte Bürgermeister Günther Straußberger das Engagement der Reservisten. Auch dort überreichten die Reservisten einen Ehrenschild, sammelten Unterschriften und verteilten gelbe Schleifen.

Die zweite Etappe startete am Rathaus in Markl, direkt neben dem Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. Die Schirmherrin für diese Etappe, Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, und Markls Bürgermeister Hubert Gschwendtner begrüßen die Teilnehmer. Nicole Bauer hat sich den ganzen Tag Zeit für den Marsch der Verbundenheit genommen. „Das sei ihr wichtig“ und deshalb marschiert sie die gesamte Etappe mit. Die Marschteilnehmer nehmen dies gerne an und viele kommen mit der jungen Politikerin im Laufe des Tages ungezwungen ins Gespräch. In Julbach nimmt Bürgermeister Elmar Buchbauer die Marschierer in Empfang. Es freut ihn, dass der Marsch durch seinen Ort verläuft. Er sei zwar selbst kein Soldat, sondern Polizeibeamter, sagt er. Aber sowohl Soldaten als Polizeibeamte dienen dem Staat. Nicole Bauer heftet ihm eine Gelbe Schleife an. In Simbach, das unmittelbar an der Grenze zu Österreich liegt und im Jahr 2016 aufgrund der Hochwasserkatastrophe zu trauriger Berühmtheit gelangte, kehrt die Marschgruppe zu einer Pause ein. Die Reservistenkameradschaft Simbach hat in ihr Vereinslokal geladen, viele von ihnen sind gekommen. Und so kann auch hier der Marsch der Verbundenheit das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und seinen Auftrag bestens erfüllen: Reservisten, Soldaten und zivile Mitmarschierer sitzen mit den anwesenden Gästen zusammen, essen, trinken, lachen und reden miteinander. Schöner kann ein Meinungsaustausch kaum sein.

 

(Quelle: Magazin „loyal“ – Bericht zum Marsch der Verbundenheit; 10/2018)