Beim Besuch des Wenger Bürgermeisters Robert Kiermeier machte sich FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer stark für den weiteren Ausbau der A92. Das Thema, jüngst von Landrat Peter Dreier angestoßen, berühre die Bürger zunehmend und das werde sich in den kommenden Jahren noch weiter verstärken, findet Bauer. Daher sei es sinnvoll, sich bereits jetzt mit dieser Angelegenheit zu befassen, denn 2030 könne der Ausbau dann schon in den vordringlichen Bedarf beim neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. „Wir müssen jetzt Agieren statt Reagieren“, appellierte Bauer. Kiermeier sieht in der Autobahn einen wesentlichen Wachstumsfaktor für die Region. Aber auch die B15neu spielt für ihn eine sehr wichtige Rolle.  Denn diese Achsen würden auch langfristig den Zuzug in unsere Region gewährleisten und die Gemeinde Weng könne langsam und gesund mitwachsen. Auch die persönliche Mobilität sei dem Bürger nach wie vor äußerst wichtig. Bauer fügte hinzu, dass der ÖPNV viel zu unflexibel und daher auch flächendeckend unrealistisch sei. „Ein flächendeckender ÖPNV bedeutet leere Busse“, konstatierte Kiermeier. Außerdem spielten auch wirtschaftliche Berechnungen eine Rolle bei der Konzessionsvergabe. Aus diesen Gründen sind für Bauer nur kleinere Beförderungseinheiten sinnvoll – oder eben der eigene PKW: „Die Fahrverbotsdiskussion ist müßig und geht zulasten der Pendler“, stellte Bauer fest.

Zum Thema Infrastruktur sprach Kiermeier auch den Breitbandausbau in seiner Gemeinde an: Glasfaser reiche im Gemeindegebiet nur bis zum Verteilerkasten, die Häuser seien mit Kupferkabeln angeschlossen. Außerdem gebe es immer noch Anwesen ohne DSL – weil die Anschlusskosten horrend hoch seien. Bauer bemängelte diesen Zustand: „Die Arbeitswelt verlagert sich mit der Digitalisierung zunehmend – viele Arbeitnehmer nutzen heutzutage auch Homeoffice.“ Damit dies aber überhaupt möglich sei, bedürfe es einer stabilen, hochleistungsfähigen Internetverbindung.