Die FDP Landshut-Land besuchte kürzlich mit dem FDP-Landesvorsitzenden Albert Duin, Bezirks-, Kreis- und Marktgemeinderat Toni Deller, JuLis Bezirksvorsitzenden Michael Deller und der Bundestagskandidatin sowie Kreisvorsitzenden Nicole Bauer, den Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau des Bezirks Niederbayern in Deutenkofen.

Schwerpunkte bei der Versuchsarbeit sind die Findung und Erprobung kleiner Baumformen.

Gleichzeitig werden Sortenneuheiten unter einheimischen Verhältnissen getestet und neuartige Verfahren bei der Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen entwickelt. Ein wichtiger Betriebszweig ist die Obstbrennerei und die Likörherstellung aus eigenen Produkten.

In Niederbayern konzentriere man sich auf den Anbau von Erdbeeren.  Diese  werden meist im Direktvertrieb vermarktet. Herr Göding wies auf den geringen Automatisierungsgrad dieser Branche hin, da der Verbraucher nur unbeschädigtes Obst kaufen möchte. Auch die Vorlagerung müsse verbessert werden, da in den Haushalten immer größere Mengen an Obst liegen. Der Umweltschutz und der Schutz der Pflanzen  haben einen großen Anteil  in der Arbeit der Versuchsanstalt. „Die Versuche mit den Hagelschutznetzen brachten einen schönen Erfolg, führten jedoch durch den Schattenwurf auch zu einem schnelleren Wachstum der Bäume und zu mehr Schnittarbeiten“, erzählte der Betriebsleiter.

 

Laut Herrn Göding liegt in Deutschland der Ertrag beim Obstanbau im Durchschnitt bei 50 t je Hektar. Etwa 75.000 Mitglieder sind in Obst- und Gartenbauvereinen registriert. „Obstbauliches Grundwissen und neue Erkenntnisse werden an ca. 35 Kurstagen pro Jahr an Hobbygärtner, Vereine, Verbände, Arbeitskreise und Schulen in Deutenkofen vermittelt.  Bundestagskandidatin Nicole Bauer erwähnte, dass der Gartenbau jährlich über 13.000 jungen Menschen bayernweit einen Ausbildungsplatz bietet  und so zu einem der größten Ausbilder in der Agrarbrache zählt und  ein wichtiger Arbeitgeber, vor allem in den ländlichen Regionen, ist.

Zum Schluß führte Herr Göding die FDP-Mitglieder durch den Betrieb. Dabei wurden die Sortieranlage, die Verpackungsanlage sowie die Lagerhallen besichtigt. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Luft in den Lagerhallen mit Stickstoff gespült wird. Dies ist notwendig, weil ein Apfel bei 1%-Sauerstoffgehalt lagerbarer ist.

Von Nicole Bauer wurden die kuriosen EU-Richtlinien bezüglich Mindestgrößen und Vermarktungsnormen von Obst und Gemüse angesprochen .Es wird höchste Zeit, so Bauer,  dies Richtlinien zu überdenken und am besten abzuschaffen.

Nach den Besuch der Destillationsanlage und der Verkosten einiger Destillate bedankte sich der Bezirksrat Toni Deller mit den Besuchern für die sehr interessante Betriebsbesichtigung, bei Herrn Göding.