Landshut/Berlin. Kürzlich startete die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema Wildbienen- und Insektensterben.

Im 10-Jahres-Rhythmus werden beispielsweise Bestandesgrößen von Arten der Roten Liste untersucht. Wohingegen die Bundesregierung dies für ausreichend hält, hält Bauer dagegen. „Wenn es keine Bienen mehr gibt, gibt es auch keinen Mensch mehr.“ Es brauche endlich ein umfassendes, transparentes Monitoring in kürzeren Zeitabständen, damit auch schneller Maßnahmen eingeleitet werden könnten. Das dauere zurzeit nämlich noch zu lange.

Bauer ist davon überzeugt, mit der Anfrage einige Ideen zur Verbesserung an der richtigen Stelle eingebracht zu haben: „Es gibt bereits gute Biodiversitätskonzepte in Deutschland, auch hier in Niederbayern. Ein besonderes Augenmerk auf die Bienen zu richten würde zum Beispiel das F.R.A.N.Z.-Projekt noch weiter aufwerten. Auch Wälder könnten in Zukunft noch mehr als Bienenweiden genutzt werden, um futterarme Zeiten besser zu überbrücken.“ Außerdem gelte es, in den eigenen Gärten Lebensräume mit Sträuchern und Blumen zu schaffen, statt Steinwüsten anzulegen.

Nach der Sommerpause will Bauer das brisante Thema auf Bundesebene weiter vorantreiben.