(v.l.) Frau Hildegard Stolper, Alexandra Straßberger, MdB Nicole Bauer, Carmen Brücher, Selina Wagner.

Die Liberalen Frauen Niederbayern um Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer und Vorsitzende Alexandra Straßberger besuchten das Passauer Frauenhaus.

Die Ehrenamtliche Hildegard Stolper hat den Neubau des Frauenhauses organisiert. Vom Grundstück bis hin zu den 1,4 Mio. € an Spenden, die sie innerhalb von drei Jahren für das Bauvorhaben sammelte – im Herbst 2017 konnten die ersten Frauen einziehen. Stolper zeigte sich enttäuscht, dass sie von staatlicher Seite keine Hilfe erhalten hat: „Der Schlüssel, der die Anzahl der Plätze vorgibt, ist 25 Jahre alt. Dementsprechend konnten wir weder vom Freistaat Bayern noch von der Kommune auf Hilfe hoffen. Jeder Appell an die hiesigen Politiker verklang ungehört.“

Straßberger meinte, auch sie habe bereits versucht, das Thema in den Landshuter Stadtrat zu bringen – ohne Erfolg. Es sei traurig, dass diesem Problem so wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde.

Dabei genießt die Thematik „Frauenhaus“ und häusliche Gewalt leider durchaus an Brisanz. So müssten laut stellvertretender Leiterin des Hauses, Selina Wagner, monatlich im Durchschnitt fünf Frauen abgewiesen werden. „Es kann nicht sein, dass das Haus in dem Wissen gebaut werden muss, dass es schon bei der Fertigstellung zu klein sein wird.“, stellte Bauer fest. Ihrer Meinung nach sind die staatlichen Institutionen in der Pflicht, die Mittel entsprechend aufzustocken, damit die Frauenhäuser auch die benötigten Kapazitäten bieten können. „Denn häusliche Gewalt hat keinen Platz in Deutschland.“, sagte Bauer entschieden.

Auch wenn es bislang noch erfolglos war, aber Straßberger versprach, sich weiterhin für die Frauenhäuser einzusetzen. „Jede Frau kann Opfer häuslicher Gewalt werden. Darum müssen wir dafür sorgen, dass jede einen Platz bekommt, die Hilfe benötigt.“