Niederaichbach. Kürzlich besuchte Bundestagabgeordnete Nicole Bauer den Niederaichbacher Bürgermeister Josef Klaus (CSU) und tauschten sich über die Herausforderungen der Gemeinde aus.

Klaus zeigte sich sichtlich stolz, dass Niederaichbach den sozialen Wohnungsbau vorantreibt. So wird gerade im Ort nachverdichtet und neue Wohnungen bereitgestellt. Allgemeines Problem der Kommune sei, dass Wohnraum und Baugrund äußerst knapp wären. Bauer und Klaus waren sich einig, dass Eigentum die beste Altersvorsorge sei. Gerade für den Eigentumserwerb der ersten Immobilie könnte sich Bauer die Abschaffung der Grunderwerbssteuer vorstellen. Die aktuelle Niedrigzinspolitik sehen Bauer und Klaus hinsichtlich der Anschlussfinanzierung einer Immobilie kritisch. Denn bei steigenden Zinsen würde es für viele Bürger langfristig schwieriger, die Kredite für ihr Eigenheim zu bedienen. „Möglicherweise könnte die Anzahl der Privatinsolvenzen steigen und zusätzliche eine Welle auf den sozialen Wohnungsbau zukommen.“, sprach Bauer ihre Befürchtung aus.

Klaus sprach die Kehrseite der Wachstumsregion Landshut an. Ständige Erweiterungen und Vergrößerungen verteuerten im gleichen Maße auch das Wohnen, wohingegen andere bayerische Regionen mit Leerobjekten und Arbeitslosigkeit zu kämpfen hätten. Eine sinnvollere Verteilung der Ressourcen finden beide Politiker sinnvoll.

Dadurch, dass sich landwirtschaftlicher Grund kaum erwerben lässt, geht auch der Hochwasserschutz der Gemeinde nur schleppend vorwärts. Angesichts der zahlreichen Überschwemmungen der letzten Jahre wäre ein Schutz dringend notwendig. Zwar werde die Förderung abgerufen und es gibt bereits Pläne für Rückhaltebecken, aber der Kauf der nötigen Flächen sei nur schwer möglich. „Wenn wir unsere Pläne nicht innerhalb von 10 Jahren umsetzen, müssen wir die Förderung zurückbezahlen und haben keines unserer Ziele erreicht.“, bemängelte Klaus. Auch Bauer sieht im Hochwasserschutz ein wichtiges Instrument, um die Bürger gegen die zunehmenden Starkregenereignisse zu wappnen.