Landkreis Landshut – Nachdem großen Ziegeleisterben der letzten Jahrzehnten haben es nur wenige Zeigeleien überlebt dem Wettbewerbsdruck aus dem Ausland und der schwankenden Auftragslage in der Bauindustrie Stand zu halten. Während früher nahezu jede Gemeinde eine Ziegelei hatte, gibt es heute nur noch zwei im ganzen Landkreis Landshut.Eine davon ist die ERLUS AG aus Neufahrn in Niederbayern, welche die FDP Landshut-Land kürzlich besuchte. Gründung der Aktiengesellschaft war zur Jahrhundertwende, zuvor bekannt als „Tonwerk Neufahrn“. Investitionen in den 60er und 70er Jahren sicherten das Überleben und die Expansion des Unternehmens. Der Name des Dachziegelherstellers setzt sich aus den drei Produktionsstandorten – Ergoldsbach, Ludwigsburg und Speyer – zusammen. Heutzutage ist ERLUS der größte Dachziegelhersteller Europas.

ERLUS zeichnet sich in der Baubranche für Seriosität, höchste Qualitätsstandards und Innovationsfreude aus. Sie bietet ein vielfältiges Sortiment von Dachziegeln, die allesamt auf Lehm basieren. Nachdem mit einem Naturprodukt gearbeitet wird, ist das Herstellungsverfahren umweltfreundlich und für den Abbau genutzte Flächen können wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Beim Herstellungsverfahren gibt es nur geringe Ausschussquoten, der Bruch wird als Ziegelsplitt bzw. als Mehl für Tennisplätze verwendet.Weltbeste Bildung für jedenAls mittelständisches Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern bildet ERLUS auch in mehreren Handwerksberufen selber aus. Jährlich werden bis zu zwölf Azubis als Schlosser, Elektriker oder Industriekaufmann ausgebildet. Dies solle auch in Zukunft möglich sein. Deshalb ist man sich mit der FDP einig. „Unser vielgliedriges Schulsystem muss auch für die künftigen Generationen erhalten bleiben. Dabei dürfen wir uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern wir müssen stattdessen unser Schulsystem weiter optimieren und auch digitale Bildung an unsere Schulen bringen“, so die Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer. „Weltbeste Bildung für jeden“ ist ein zentrales Ziel für die Freien Demokraten. „Wir wollen, dass Bund und Länder, in den nächsten fünf Jahren 1.000 Euro je Schüler investieren, damit modernste Technik und digitales Lernen endlich an die Schulen kommt“, erklärte Bauer.Klares Bekenntnis zur B15 neu Bis zu 90 LKW täglich transportieren die Dachziegel zu den Kunden. Für die umliegenden Gemeinden Neufahrn und Ergoldsbach bedeutet das Gewerbegebiet zwischen den Gemeinden ein erhöhtes Aufkommen an Schwerverkehr.

Um künftig die beiden Gemeinden besser zu entlasten wird in naher Zukunft zwischen Ergoldsbach und Neufahrn die neue Anschlussstelle „Neufahrn-Süd“ der B15n realisiert. Die gesamte Maßnahme bis zur B15n wird etwa 9 Millionen € Kosten. Hier übernimmt der Bund ca. 6 Millionen, der Landkreis Landshut 2,4 Millionen € und der Rest ist dann der Anteil der Gemeinde Neufahrn. Hierbei ist sich ERLUS wie auch die FDP einig, dass man heute schon an die Mobilität von übermorgen denken müsse. „Das sind wir den kommenden Generationen schuldig“, ergänzte Bezirks-und Kreisrat Toni Deller. Aus diesem Grund haben auch die FDP-Vertreter im Kreisausschuss dieser sinnvollen Entlastung für Neufahrn zugestimmt.Während einem zweistündigen Rundgang durch die Produktionshallen der Firma ERLUS konnten sich die Mitglieder des FDP-Kreisverbands ein Bild vom Unternehmen machen und bekamen einen Einblick in die eindrucksstarke Fertigung von Dachziegeln. Bei Getränken und belegten Brötchen bedankte sich die Kreisvorsitzende Nicole Bauer bei der Firma ERLUS für die interessante und kurzweilige Führung.