Der digitale Lernort Hauzenberg der Hochschule Landshut ist vor einem halben Jahr gestartet. Nun gehe es darum, bekannt in der Region zu werden und Studenten zu finden. Dies erklärten Hauzenbergs Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer und Koordinator Andreas Scholz dem Landtagsabgeordneten Alexander Muthmann und der Bundestagsabgeordneten Nicole Bauer, die bei ihrer Tour durch das östliche Niederbayern auch Station in der Granitstadt machten. „Wir sind dankbar, dass wir den digitalen Lernort erhalten haben“, sagte Gudrun Donaubauer bei der Besichtigung der Räume. „Es ist wichtig, dass wir jungen Menschen die Möglichkeit bieten, daheim bei ihrer Familie ihren Abschluss zu machen, damit sie der Region und den Firmen hier erhalten bleiben.“

Einen Wermutstropfen gebe es allerdings. Dem Freistaat würde es laut Donaubauer nicht einfallen, die Städte München oder Regensburg für die Finanzierung der Hochschulgebäude zur Kasse zu bitten. In Hauzenberg sei das, so wie bei vielen Standorten von Technologiecampi, anders. „Wir stellen das Gebäude für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung“, erklärte Donaubauer. Gekauft habe es die Stadt Hauzenberg für 820.000 Euro. Muthmann erklärte, dass diese Klage berechtigt sei. „Zum einen müssen die Kommunen die Hochschulstandorte finanzieren, zum anderen brauchen sie häufig Stabilisierungshilfe. Das passt nicht zusammen.“ Derzeit studieren sieben junge Menschen in Hauzenberg. Wie Scholz erklärte, wolle man aber im Sommersemester zweistellig werden.

(von re.): MdL Alexander Muthmann, MdB Nicole Bauer, Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer

Gesprochen wurde bei dem Besuch auch über die Themen Straßenausbaubeitragssatzung sowie Digitalisierung. Bei letzterem erklärte Donaubauer, dass man sowohl im Bereich der Schulen als auch der Verwaltung in Hauzenberg relativ weit sei. „Die Digitalisierung bietet viele Chancen“, sagte Donaubauer.

„Wir müssen aber auch aufpassen, dass uns diese Entwicklung nicht aus dem Ruder läuft“, gab Bauer zu Bedenken, zum Beispiel wenn es um Datenschutz gehe. Dennoch sei für die Digitalisierung essentiell, ein schnelles Internet sowie ein flächendeckendes und hochleistungsfähiges Mobilfunknetz in ganz Bayern zu haben, regte Bauer an, damit künftig noch mehr junge Menschen aus ländlichen Gebieten das Angebot nutzen können.

Muthmann und Bauer bedankten sich am Ende für das offene Gespräch.